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Was
ist Fragmentiertes Zweigholz?
Fragmentiertes
Zweigholz (engl. Ramial Chipped wood - RCW) erhält
man, indem man Holzzweige mit einem Druchmesser
von max. 7 cm zu Spänen von 2 - 10 mm Dicke
und 10 cm Länge zerkleinert. Wichtig ist, dass
mindestens 80 % der Zweige von Laubbäumen kommt.
Diese aus Kanada kommende Technik ist in Europa
erst seit ca. 10 Jahren bekannt.
Wozu dient Fragmentiertes
Zweigholz?
Fragmentiertes
Zweigholz dient zur Verbesserung des Bodens durch
eine spezielle Humusbildung, es ist natürliche
Nahrung für den Boden. Seine Verwendung lässt
Düngemittel und Biozide unnötig werden
und kann die Bewässerung in hohem Maße
einschränken. Mit dem Fragmentierten Zweigholz
wird ein Gleichgewicht zwischen Erde, Holz, Pilzen
und Pflanzen geschaffen.
Weißfäule-Pilze
entpolymerisieren Lignin
und gehen Pflanzensymbiosen ein und setzen damit
im Boden Nährstoffe frei. Astholz
kann dem Boden alle nötigen Materialien zuführen,
um die biologische Entwicklung des Bodens
anzutreiben und die biologische Gesundung des Bodens
zu fördern.
Als Folge nimmt die Biodiversität zu und damit
steigen die Werte
des verfügbaren Stickstoffs, Phosphors oder
Calciums. Eine Zufuhr von Düngern
ist nicht nötig.
Wie und wann kann man Fragmentiertes
Zweigholz herstellen ?
Dezember:
Zerkleinern von Zweigen und Blättern, nicht
mehr als 20 % harziges Holz dabei verwenden. Je
feiner zerkleinert wird, umso schneller ist die
Zersetzung. Auslegung in einer 3 cm dicken Schicht.
Februar:
Einarbeitung von Fragmentiertem Zweigholz in die
Erde (wenige cm).
Frühjahr: Erste Aussaat. Hier gibt
es verschiedene auseinandergehende Meinungen. Die
einen bevorzugen die Aussaat direkt in das Zweigholz,
die anderen in die mit Zweigholz belegte Erde. Am
besten machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen ...
2 - 3 Jahre später: Das Zweigholz
hat sich vollständig in Humus verwandelt. Sie
können jetzt wieder von vorne beginnen.
Vorteile
des Fragmentierten Zweigholzes
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Humusbildung:
Keine andere Technik kann so schnell Humus bilden:
1 % in 10 Jahren. Im Vergleich dazu: es braucht
50 Jahre mit Kompost und 80 Jahre mit Mist.
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Bewässerung:
In Frankreich konnten bei verschiedenen Anbauarten
die Bewässerung vollkommen eingestellt
werden. In Afrika konnten bis 50 % Wasser gespart
werden.
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Pflanzenschuztmittel:
In verschiedenen Testreihen konnte man das Fehlen
von bestimmten Krankheiten bei Pflanzen feststellen.
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Unkraut:
kein oder fast kein Unkrautjäten mehr notwendig.
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Dünger:
Stickstoff wird fixiert und weniger schnell
ausgespült.
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Wiederverwendung
von Holzabfall: bisher wurde Holzabfall
verbrannt, jetzt kann er wieder verwertet werden.
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