|
Was
versteht man unter Wurmkompostierung?
Wurmkompostierung
bezeichnet die gezielte Kompostierung mit Kompostwürmern.
Für den Hausgebrauch dienen Wurmkompostierer
vor allem für die Verwertung organischer Küchenreste,
die im Haushalt anfallen und ihre Umwandlung in
natürlichen Dünger.
Wie funktioniert die Wurmkompostierung?
Die
Lebensgemeinschaft in einem Wurmkomposter entspricht
etwa der eines Komposthaufens, allerdings ist die
Anzahl der
Tiere um ein Vielfaches höher als im Garten,
da das ganze Jahr optimale Lebensbedingungen vorherrschen.
Diese Lebensgemeinschaft produziert den Wurmhumus
(Wurmmull), ein natürliches Produkt mit hochkonzentrierten
Bestandteilen an pflanzenverfügbaren Nährstoffen.
Der ganze Prozess ist mit dem des herkömmlichen
Komposts zu vergleichen, geht aber viel schneller.
Verwendung von Wurmkompostern
Die
Würmer werden im Wurmkomposter auf eine 15
- 20 cm dicke, vorher angefeuchtete Schicht aus
Stroh, Gras, Laub, Heckenschnitt und Humus gelegt.
Diese Schicht dient gleichzeitig als Geruchsfilter.
In den ersten zwei Wochen, bis sie sich eingewöhnt
haben, sollten die Würmer nicht gefüttert
werden, d.h. keine Abfälle bekommen. Danach
können die Grün- und Haushaltsabfälle
nach und nach zugeführt werden.
Damit
der Komposter gut funktionieren kann, muss der Wurmkomposterinhalt
ständig feucht gehalten werden, da sämtliche
Kompostbewohner auf ausreichende Feuchtigkeit angewiesen
sind oder sich im Falle der Mikroorganismen
nur in einem Wasserfilm fortbewegen können.
Außerdem muss eine optimale Arbeitstemperatur
gegeben sein. Diese liegt um 20°C, was in etwa
der Raumtemperatur in Wohnungen entspricht. Bei
dieser Temperatur sind die Kompostbewohner am aktivsten.
Temperaturen unter 0°C oder über 30°C
sind auf Dauer tödlich für die Organismen.
Humusentnahme:
Im Durchschnitt bleiben von 10 Litern Küchenabfällen
etwa 1,5 bis 2 Liter Wurmhumus übrig. Um den
Humus zu entnehmen, legen Sie die Abfälle an
eine andere Stelle im Komposter. Die Würmer
werden dann an diese Stelle zum Fressen wandern
und nach einigen Tagen können Sie die Humusschicht
entnehmen. Wurmkompost besteht aus Exkrementen der
Würmer und ist daher sehr fein, muss also nicht
gesiebt oder zerkleinert werden. Wurmkompost ist
reich an Stickstoff, Phospor, Kalium, Kalzium und
Magnesium sowie an Kupfer, Eisen, Zink und Mangan.
Er verbessert die Lüftung, die Drainage und
die Bodenstruktur und mit einem pH-Wert von 6 verätzt
er den Boden nicht.
|