|
Bevor
Sie mit der Anlage eines biologischen Gartens beginnen,
sollten Sie die Zusammensetzung Ihres Bodens kennen.
Erst dann können Sie die besten Ergebnisse
und Erträge erzielen. Sein Humusgehalt ist
für die Stickstofffixierung und die Aufnahmekapazität
von Mineralstoffen verantwortlich.
Ist Ihr Boden sauer?
Sein Kalkgehalt ist zu gering und der Humus
wird ausgewaschen. Führen Sie dem Boden im
Herbst/Winter Rotalgenkalk
zu :
6 kg/100 m² und danach alle 2 Jahre : 2 kg/100
m².
Wenn der pH-Wert unter 6 liegt, sollte dem Boden
jedes Jahr Rotalgenkalk zugefügt werden. Gleichzeitig
sollten Sie dem Boden Kompost 100 kg/100 m²
zufügen.
Im Biologischen Gartenbau ist die Zufuhr von Kalk
nicht empfohlen, da Kalk sehr viel stärker
löslich ist und damit auch zu aktiv, der pH-Wert
würde zu schnell steigen und sinken.
Rotalagenkalk
ist reich an Kalzium und Magnesium sowie an Spurenelementen.
Ist
Ihr Boden kalkhaltig?
Hier
ist die Lösung schwieriger, weil der Kalkgehalt
nicht reduziert werden kann. Dem Boden muss daher
regelmäßig Kompost bzw. Mist zugeführt
werden: 100 kg/100 m²
alle 2 Jahre.
Ist
Ihr Boden zu lehmhaltig?
Lehmboden
ist klebrig, wenn er nass und steinhart, wenn er
trocken ist. Sie müssen deshalb den Gehalt
an Schluff durch Zufügen von Basalt erhöhen:
60 kg/100 m². Dies sollte alle 10 Jahre wiederholt
werden.
Basalt ist ein hervorragender Zusatz, reich an Mineralien
und Silicium. Basalt lockert schwere Böden
und gibt zu lockeren Böden Schwere.
Ist
Ihr Boden arm an Lehm?
Fügen
Sie ihm Bentonit zu (reich an Montmorillonit), verlangsamt
das Versickern von Wasser. Zufuhr im Herbst/Winter
20 kg/100 m², danach 2 kg alle 2 Jahre.
|